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Theater AG inszeniert Effi Briest

Die Theater AG der Berufsbildenden Schulen II Stade bringt mit viel Schwung den Klassiker „Effi Briest“ von Theodor Fontane auf die Bühne.

 

„Ist sie denn nicht tot zu kriegen?“ Diese Frage stellten sich die Schüler der 11. Klasse des Fachgymnasiums Wirtschaft bei der Lektüre des Romans. Und jetzt lassen sie selbst sie wieder auferstehen – wie kommt’s?

 

Vermochte das Buch bei der Behandlung im Unterricht nur wenig Begeisterung hervorzurufen, so weckte die Bühnenfassung jedoch den Wunsch, der Figur Effi Briest neues Leben einzuhauchen. „Leute, das müssen wir unbedingt spielen. Das Buch fand ich echt langweilig, aber das Stück ist so geil!“, setzte sich die spätere Hauptdarstellerin Melina Pampoukidou für die Auswahl dieses Textes ein. Und so schaffte sie es, ihre zehn Mitstreiter für diese Idee zu gewinnen.

 

Die dramatisierte Form des Romans lässt erkennen, warum das Werk aus dem 19. Jahrhundert noch heute aktuell ist und kein bisschen angestaubt wirkt. 

 

Die siebzehnjährige Effi Briest wird von ihren Eltern in eine Ehe gedrängt, die durch die Unterschiedlichkeit der beiden Partner zum Scheitern verurteilt ist. Absolute Disziplin, Pflichtbewusstsein und Ehrgeiz des wesentlich älteren Ehemannes sind unvereinbar mit der Spontaneität, Lebenslust und Unbekümmertheit der jungen Frau. Gesellschaftliche Normen tun ihr Übriges, um sie ins Unglück zu stürzen. Bei Fontane endet diese Geschichte mit dem Tod der Hauptfigur – nicht so in der Inszenierung der Theater AG der BBSII Stade.

 

„Das ist doch nicht zeitgemäß“, meinte der von Sönke Schulz gespielte Ehemann Baron von Instetten. Der veränderte Schluss, der für eine Überraschung gut ist, stellt allerdings den einzigen Eingriff in den Handlungsverlauf des Romans von Theodor Fontane dar. Dennoch heben nicht nur die modernen Kostüme, die von den Jugendlichen ausgewählte Musik und die selbst entwickelte Choreografie das Stück vom 19. ins 21. Jahrhundert. Die gesamte Thematik   erscheint auch heutzutage absolut relevant. Davon kann man sich beim Besuch der Aufführung am 12. März um 20:00 Uhr auf der Bühne der BBSI an der Glückstädter Straße 15 selbst überzeugen.

 

  Theater AG der BBS II Stade

Sönke Schulz - Melina Pampoukidou - Konrad Schmidt
Foto: Foto AG der BBS II Stade

 

Auch für die Mitglieder der Theater AG wird die Premiere äußerst spannend sein, ist „Effi Briest“ doch das erste Stück, das sie gemeinsam auf die Bühne bringen. Erst im Sommer fand sich die aus ganz verschiedenen Klassen stammende, bunt gewürfelte Truppe von Darstellern zusammen, allen gemeinsam zunächst nur die Lust am Spielen. Spätestens nach mehreren in Klausur verbrachten Probentagen, für die die Schüler viel Freizeit und sogar einen Ferientag opferten, wusste die Gruppe: „Wir sind ein Team!“ So schaffen es die Spieler, jede Figur in ihrem Charakter zu erfassen und mit großer Bühnenpräsenz zu verkörpern. Die Identifikation mit der Rolle geht so weit, dass sich die Darsteller in ihrem Schulalltag nur noch mit ihrem Rollennamen ansprechen, sich Realität und Drama vermischen. Die Schüler agieren mit soviel Spielfreude und Schwung, dass der Funke zu den Zuschauern überspringt. So wird diesen auch der überraschende Appell „Steh auf, Effi!“ auf dem Heimweg nachklingen.

 

Nicht nur Eltern, Geschwister und Freunde, sondern alle Interessierten und besonders auch die ehemaligen Schüler und Schülerinnen der BBSII Stade sind zur Aufführung am 12. März um 20:00 Uhr im Theatersaal der BBSI, Glückstädter Straße 15 herzlich eingeladen. Karten zu 2,00 Euro und 1,00 Euro (Schüler und Studenten).



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