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Woran erkennt man den „falschen Fuffziger“? - Falschgeldprävention für Auszubildende

Die Bundesbank bietet über ihr Filialnetz unentgeltliche Schulungen für Auszubildende in den Berufsschulen an. Davon hat die BBS II Stade Anfang November 2018 gerne Gebrauch gemacht und die Referentinnen Frau Schwarze und Frau Küsel von der Filiale Oldenburg an drei Tagen in die Schule eingeladen. Geschult wurden Einzelhandels- und Großhandelskaufleute im 1. Ausbildungsjahr und Automobilkaufleute im 3. Ausbildungsjahr jeweils im Klassenverband.

 

Broschüre_Bundesbank Die Schülerinnen und Schüler lernten in dem 90-minütigen Vortrag Grundzüge des Bargeldkreislaufs, die Aufgaben der Bundesbank, die Sicherheitsmerkmale der        Euro-Banknoten und den Umgang mit Falschgeld kennen.

 

„Am häufigsten wird die 50-Euro-Banknote gefälscht -  Rund 72 Prozent aller falschen Banknoten sind 50-Euro-Banknoten, wobei hiervon über 80 Prozent noch Fälschungen der ersten Serie sind.“ erläuterte Frau Schwarze den Schülerinnen und Schülern. Auch Statistik ist ein Bestandteil des Vortrags. Die Zahl der 50-Euro-Fälschungen dürfte zurückgehen, je mehr Banknoten der ersten Serie durch die der Europa-Serie ersetzt werden. Dies habe man schon bei den 20-Euro-Fälschungen gesehen.

 

Banknoten sollten nach dem Prinzip "Fühlen-Sehen-Kippen" aufmerksam geprüft werden, erklärten die Referentinnen weiter. Denn für Falschgeld gebe es keinen Ersatz. In die Prüfung seien mehrere Sicherheitsmerkmale einzubeziehen, denn die Sicherheit der Euro-Banknoten liege im Zusammenspiel der verschiedenen Merkmale: dazu gehörten u. a. erhabenen Teile des Druckbildes, das Wasserzeichen, der Hologrammstreifen und die Smaragdzahl.

 

Empfehlenswert sei es, bei der Prüfung einer verdächtigen Banknote eine zweifelsfrei echte Banknote zum Vergleich heranzuziehen, etwa eine Banknote, die von einem Geldautomaten ausgezahlt wurde. Bei der Prüfung von Banknoten mit Lupen, Prüfstiften oder UV-Lampen lasse sich nicht immer ein eindeutiges Prüfergebnis erzielen. Diese Hilfsmittel sollten deshalb besser in Kombination mit der Prüfung anderer Sicherheitsmerkmale genutzt werden.

 

Besonderes Highlight der Schulung: Die Referentinnen hatten „echtes Falschgeld“ dabei! So konnten die Schülerinnen und Schüler direkt ihr Erlerntes anwenden und versuchen, echte Noten von gefälschtem Geld zu unterscheiden. Am Ende waren sich alle einig: durch Fühlen, Sehen und Kippen lassen sich die „Blüten“ gut erkennen – wenn man die Sicherheitsmerkmale kennt und aufmerksam prüft.

 

Für alle Interessierten kann auf der Internetseite der Bundesbank kostenlos Informationsmaterialien (Broschüren und Poster) bestellt werden. Zudem kann über die Internetseite ein interaktives Lernprogramm "Falschgeld erkennen" aufgerufen werden.

 




A. Brauns
(Bild: Broschüre der Deutschen Bundesbank)



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